Dachflächenheizung:
Effektiver Schutz vor Schnee, Eis und Dachlasten
In den Wintermonaten schafft eine
Dachflächenheizung in Regionen mit hohen Schneelasten oder bei Gebäuden mit speziellen architektonischen Anforderungen Sicherheit für Mensch und Gebäude.
- Effektive Schneefreihaltung – verhindert Schneesackbildung, reduziert Verwehungen und hält Not- und Wartungswege frei
- Optimale Heizleistung – 200 W/m² und Heizleiterabstände von max. 15 cm für schnelles, gleichmäßiges Abtauen
- Energieeffiziente Steuerung – automatische Aktivierung durch Eis- und Schneemelder
- Vielseitige Produkte – Heizmatten für großflächige Anwendungen, Heizleitungen für verwinkelte Dachflächen
- Flexible Einsatzmöglichkeiten – geeignet für Bitumen-, EPDM-, Kies-, Gründächer und Steinbeläge
- Wichtige Verlegehinweise – sauberer Untergrund, Widerstandsmessung, Mindestverlegetemperatur von +5°C beachten
- Vermeidung von Schneesackbildung auf Flachdächern, Pultdächern, Sheddächern, Schleppdächern,…
- Reduzierung von Schneeverwehungen an Dachaufbauten
- Schutz der Traglast des Dachs, indem die Auswirkungen von Schnee und Eis minimiert werden
- Freihaltung von Not- und Wartungswegen auf Dächern
In der Praxis hat sich eine
Heizleistung von 200 W/m² bewährt. Die Heizung ermöglicht hierbei durch ein zügiges Ansprechverhalten einen schnellen Abtauvorgang und Dank der geringen Heizleiterabstände von max. 15 cm wird ein
gleichmäßiges, flächendeckendes Abtauen garantiert.
Durch die Verwendung eines
Eis- und Schneemelders wird zudem eine bedarfsgerechte, energiesparende Steuerung gewährleistet, da die Heizung nur aktiviert wird, wenn es die Witterungslage erfordert.
Heizmatten:
Montagefertige, UV-beständige Heizmatten bestehend aus einem Twin-Heizleiter, welcher auf GEOtex Spezialgewebe fixiert ist. Der zusätzliche äußere Schutzmantel macht die Heizleitung besonders robust für die Anwendung in vielen Belagsaufbauten. Bei Bedarf kann das Trägergewebe eingeschnitten werden, um die Heizmatte umzuklappen.
Heizleitungen:
Vorkonfektionierte, montagefertige Heizleitungen, welche in Verbindung mit Leitungsstegen speziell auf verwinkelten Dachflächen eingesetzt werden.
Dachflächenheizung mit bituminösem Belag
Die Heizmatten werden auf der oberen Bitumen-Schweißbahn verlegt und mittels Bitumen-Dichtungsbahn auf dem Dach fixiert.
Dachflächenheizung mit EPDM-Dichtungsbahn
Hierbei werden die Heizmatten auf der oberen EPDM-Dichtungsbahn verlegt und mittels EPDM-Dichtungsbahn gegen Verschieben gesichert.
Dachflächenheizung mit Rollkies
Auf der oberen Dichtungsbahn werden die Heizmatten ausgelegt und im Anschluss mit Rollkies überdeckt bzw. fixiert. Die maximale Überdeckung des Heizleiters liegt bei 30 mm.
Dachflächenheizung im Gründach
Die Heizmatten werden direkt im Extensivsubstrat eingebracht und max. 50 mm überdeckt.
Dachflächenheizung mit Steinbelag
Die Verlegung der Heizmatten erfolgt direkt in der Splittbettung. Danach wird der Oberbelag mit einer maximalen Stärke von 50 mm verlegt.
Weitere Details zu den verschiedenen Dachaufbauten und der entsprechenden Verlegung der Heizmatten finden Sie in unserem
Technikhandbuch.
Wichtig ist, dass der Untergrund den statischen Anforderungen und Normen entspricht und die Verlegeflächen trocken und sauber sind.
Nach Auslegung der Heizmatten und nach Einbringen des Oberbelages muss eine Isolations- und Gesamtwiderstandsmessung gemäß VDE 0100 vorgenommen werden, um mögliche Beschädigungen der Heizleitung frühzeitig zu erkennen.
Die Mindesttemperatur für die Verlegung von Dachflächenheizungen beträgt +5°C. Eine Montage bei höheren Außentemperaturen wird empfohlen, da das Material dann flexibler ist und sich die Heizmatten leichter verarbeiten lassen.
Heizleitungen dürfen weder gekürzt, geknickt, gekreuzt noch über Dehnungs- / Trennfugen geführt werden.
Weitere wichtige Infos zur Verlegung der Dachflächenheizmatten finden Sie in unserem
Technikhandbuch.
Um Beschädigungen der Heizleitungen zu vermeiden und einen effizienten Betrieb zu ermöglichen, müssen Dachflächenheizungen mit einem vorgeschalteten Regelgerät betrieben werden.
Der Schnee- und Eissensor sollte dabei innerhalb der beheizten Fläche an jener Stelle positioniert werden, an der am längsten mit Frost zu rechnen ist.
elitec Expertentipp:
In Verbindung mit einer Dachflächenheizung ist es empfehlenswert, auch die
Dachrinne zu beheizen, um Frostschäden gezielt vorzubeugen. Alle Infos dazu finden Sie in unserem
Expertenartikel.
Autor:
Kathrin Gritsch
Artikel angelegt: 01.04.2025