elitec Wärmetechnik und Kabelmanagement
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Intelligente Steuerung für Frostschutzheizungen – energieeffizient durch den Winter

Speziell in Regionen mit kalten Wintern sind Frostschutzheizungen ein unverzichtbarer Bestandteil moderner Gebäudetechnik. Dachrinnen, Rohrleitungen, Dachflächen und Freiflächen zählen zu den besonders gefährdeten Bereichen und müssen wirksam vor Frostschäden, Eisbildung oder übermäßiger Schneelast geschützt werden.
 
Hierfür werden elektrische Heizsysteme wie selbstlimitierende Heizbänder, Permanentheizleiter oder Heizmatten eingesetzt. Entscheidend für deren Effizienz ist jedoch nicht allein die Heizleistung, sondern vor allem eine präzise Regelung und Steuerung der Temperatur.
 
elitec-Expertentipp:
Für alle Regelungen gilt, dass beim Anschluss der Heizungen der maximale Schaltstrom des Regelgerätes zu beachten ist und gegebenenfalls Schütze zur Schaltung der Heizungen verwendet werden müssen. Speziell bei selbstlimitierenden Heizbändern ist hierbei auch der erhöhte Einschaltstrom zu beachten.

Hinweis:
Entgegen verbreiteter Meinung sollten auch „selbstlimitierende“, „selbstregulierende“ oder „selbstbegrenzende“ Heizbänder mit einer vorgeschalteten Regelung ausgestattet werden, um durchgehende Leistungsaufnahme und vorzeitige Alterung zu verhindern.

 

Regelung von Dachrinnenheizungen


Um Dachrinnenheizungen effizient, langlebig und zuverlässig zu betreiben, müssen vorgeschaltete Regelgeräte eingesetzt werden.
 
Regelung über Temperatur & Feuchtigkeit
Die energieeffizienteste Variante der Regelung basiert auf einer kombinierten Messung von Temperatur und Feuchte. Hierfür kommt ein Eis- und Schneemelder in Verbindung mit einem Dachrinnenfühler zum Einsatz. Der Fühler muss hierbei an der vermeintlich nassesten Stelle in der Dachrinne positioniert werden, wobei ein Mindestabstand von 1 cm zum Heizband eingehalten werden muss. Das Regelgerät wird im Verteilerkasten montiert.
 
Die Heizung wird nur aktiviert, wenn zwei Bedingungen gleichzeitig erfüllt sind:
  • Umgebungstemperatur zwischen +3°C und -15°C
  • Feuchtigkeit wird am Sensor erkannt




elitec-Expertentipp:
Bei großen Dächern (z.B. Wohnblöcke) empfiehlt sich die Aufteilung in mehrere Regelzonen: Ein Regler mit Sensor kann z. B. den Nord-Ost-Bereich, ein zweiter den Süd-West-Bereich abdecken.


Regelung über Temperatur
Für kleine Anlagen bis max. 30 Laufmeter Dachrinne ist auch eine Steuerung rein über die Temperatur möglich. Hierzu können Doppelthermostate für Aufputz- oder Hutschienenmontage eingesetzt werden.
Die Heizung wird in diesem Fall nur aufgrund der Umgebungstemperatur – typischerweise zwischen +3°C und -15°C – aktiviert. Die Regelgeräte verfügen über einen integrierten Temperaturfühler uns müssen daher im Außenbereich an der vermeintlich kältesten, schattigsten Stelle installiert werden.
 
Hinweis:
Temperaturen unter –15 °C gehen in Mitteleuropa in der Regel nicht mit Niederschlag oder Tauwasser einher. Eine Beheizung unterhalb dieser Schwelle ist daher nicht energieeffizient und wird vermieden.

 

Regelung von Rohrbegleitheizungen


Wasserführende Rohrleitungen im Außenbereich oder in unbeheizten Innenräumen (z.B. Technikräume, Parkgaragen) sind besonders frostgefährdet.
 
Zur Steuerung einer Rohrbegleitheizung für Frostschutzzwecke wird häufig eine Regelung auf Basis der Lufttemperatur eingesetzt, wobei der Temperatursensor in der Umgebungsluft positioniert wird. Sinkt die Umgebungstemperatur beispielsweise unter +3°C, aktiviert der Regler die Rohrbegleitheizung. Steigt die Temperatur aufgrund von verbesserten Witterungsbedingungen wieder über diesen Schwellenwert, wird die Heizung automatisch abgeschaltet.
Ein wesentlicher Vorteil dieser Regelung ist, dass sich mehrere Rohrbegleitheizungen über einen Regler steuern lassen. 

Ist eine exakte Temperaturhaltung gewünscht, müssen Regelgeräte verwendet werden, deren Fühler direkt am Rohr unter der Isolierung positioniert wird. In diesem Fall wird die Heizung nur dann aktiviert, wenn tatsächlich die gewünschte Rohrtemperatur unterschritten wird. Ein weiterer Vorteil dieser Regelung ist die höhere Energieeffizienz im Vergleich zu dem zuvor genannten umgebungstemperaturgeführten System.




 

Regelung von Freiflächen und Dachflächenheizungen


Zur Vermeidung von Überhitzung und Schäden müssen Freiflächen- und Dachflächenheizungen mit vorgeschalteten Regelgeräten betrieben werden. Für eine energieeffiziente und bedarfsgerechte Steuerung werden Eis- und Schneemelder in Kombination mit Feuchte-Sensoren eingesetzt.
 
Der Fühler muss dabei unbedingt im zu beheizenden Bereich an der ungünstigsten Stelle, an der am längsten mit Frost und Nässe zu rechnen ist, platziert werden.
 


 
elitec-Expertentipp:
Auch Ablaufrinnen innerhalb der beheizten Freifläche müssen beheizt werden, um das Ablaufen des abtauenden Wassers zu ermöglichen. Dies lässt sich einfach mit einem selbstlimitierenden Heizband realisieren.



Alle Regelungen für Frostschutz- & Begleitheizungen inkl. technischer Infos und Bedienungsanleitungen finden Sie in unserem Webshop. 

News
Autor: Ing. Roman Kräuter
Artikel angelegt: 18.08.2025
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Regler DTR-E 3102
Doppelthermostat zur Regelung einer Dachrinnenheizung rein über die Temperatur.
Doppelthermostat 1893
Doppelthermostat für die Einsatzbereiche Enteisung und Frostschutz. Er kann wahlweise zum Enteisen von Dachrinnen oder zur Temperaturhaltung an Rohren eingesetzt werden.
Eis- und Schneemelder 1773
Eis- und Schneemelder können in Kombination mit dem Fühler 3354 oder 3356 zur Regelung von Dachrinnen, Freiflächen- oder Dachflächenheizungen eingesetzt werden.