Das ist bei der Verlegung einer Fußbodenheizung zu beachten
Dünnbettheizmatten haben eine Leistung von 160 W/m² und bringen damit mehr Heizleistung als ein Raum üblicherweise benötigt. Da allerdings speziell in Nassbereichen eine schnelle Aufheizung und oftmals auch eine höhere Bodentemperatur gewünscht wird, haben sich die Fußbodenheizungen mit einer Leistung von 160 W/m² in den letzten Jahrzehnten vor allem in diesen Bereichen etabliert.
Die Bodentemperatur hängt stark vom Aufbau des Unterbodens ab: Wurde unter dem Estrich gemäß dem aktuellen Neubaustandard eine Dämmschicht verlegt, beträgt die Oberflächentemperatur des Fußbodens bei einer Raumtemperatur von 20°C in etwa 33°C. Wenn nun hingegen unter dem Estrich keine Dämmung verlegt wurde, verliert man nach unten mehr Wärme, welche dann wiederum an der Oberfläche fehlt.
Auch in diesem Fall spielt der Bodenaufbau eine sehr große Rolle, wobei als Faustformel folgendes angenommen werden kann: Ca. 30 Minuten nach dem Einschalten der Fußbodenheizung beträgt die Oberflächentemperatur 30°C bei einer Raumtemperatur von 20°C.
Faktoren, die die Aufheizzeit beeinflussen:
- Je dicker der Bodenbelag - sprich die aufzuheizende Fliese - desto länger ist die Aufheizzeit
- Je besser die Dämmung unter dem Estrich, desto schneller wird die gewünschte Temperatur erreicht
Dünnbettheizmatten dürfen unter Fliesen überall verlegt werden, wo
freie, unverstellte Flächen vorhanden sind und die Wärme von der Heizmatte ungehindert abgegeben werden kann.
Beispiele für verstellte Flächen:
- bodenbündige Kästen, Kommoden oder Polstersitzmöbel
- Küchenzeilen oder andere Einbaumöbel
- Badewannen
- Duschtassen
- usw.
Unter gefliesten Böden von Duschen kann und darf eine elektrische Fußbodenheizung verbaut werden.
Unter den oben genannten verstellten Flächen kann die konstant zugeführte Heizleistung nicht über den Fußboden an den Raum abgegeben werden. In diesem Fall steigt die Temperatur des Heizkabels bzw. der Heizmatte immer weiter, woraus eine Beschädigung des Heizkabels und/oder des Bodenbelages resultiert (= Hitzestau).
Für 230V Dünnbettheizmatten gibt es keine Normenprüfung, die eine Verlegung in Wänden einräumt, genauer spezifiziert und vorsieht. Eine entsprechende Normung für diese Ausführung ist bereits seit vielen Jahren in Arbeit aber noch nicht abgeschlossen.
Besondere Verlegehinweise und die Verlegeanleitung müssen beachtet werden:
- Heizleiter und Heizmatten dürfen nicht gekürzt werden, sich kreuzen oder durch Dehnungsfugen geführt werden.
- Die Heizmatte muss in Fliesenkleber (Flexmörtel, Ausgleichsmasse) verlegt werden.
- Ein Bodenfühler muss im Boden vorgesehen werden, um die Bodentemperaturen zu regulieren und so eine Beschädigung des Belages zu verhindern.
- Als Schutzmaßnahme muss neben einer geeigneten Absicherung auch ein Fehlerstromschutzschalter mit 30mA eingesetzt werden.
- Verlegung, Anschluss und Prüfung der Heizmatten müssen durch ein konzessioniertes Elektrounternehmen erfolgen.
- Eine elektrische Fußbodenheizung muss immer mit einem Thermostat betrieben werden.
EXPERTEN-TIPP: Auch die Planung und Projektierung der Fußbodenheizung sowie die Auswahl der Produkte sollte bereits vom Fachmann gemacht werden – wir helfen Ihnen natürlich gerne dabei!
Weitere Informationen zu unseren Produkten finden Sie unter
https://www.elitec.at/de/heizmatten-fussbodenheizungen/
Autor:
Roman Kräuter